Frankreich

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Geschäftsführer

Gaby Goldmann
Gaby Goldmann ist Geschäftsführerin des Pariser Büros von NUS Consulting. Gaby besitzt einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Universität Panthéon-Sorbonne in Paris. Außerdem hat sie an der Universität Sceaux ihren Doktor in Jura gemacht und ihre Zulassungsprüfung an der Universität Nanterre abgelegt. Gaby kam 1978 als Account Manager zu NUS Consulting und bekleidete in den folgenden Jahren verschiedene leitende Positionen. 2005 verließ sie das Unternehmen und arbeitete drei Jahre lang als Anwältin am Gericht in Nizza. 2008 kehrte sie als Geschäftsführerin des französischen Büros zu NUS Consulting zurück.

Übersicht

1972 eröffnete NUS Consulting sein Büro in Paris. Seit den Anfängen mit drei Mitarbeitern in einem kleinen Büro nahe des Arc de Triomphe hat sich die Pariser Niederlassung auf mehr als 50 Spezialisten vergrößert, die Energiedienstleistungen und andere professionelle Serviceleistungen für Kunden in ganz Frankreich und den französischsprachigen Kantonen der Schweiz erbringen.

Hinter Deutschland ist der französische Strommarkt der zweitgrößte in Europa. Die Stromindustrie in Frankreich unterliegt einem Gesetz aus dem Jahr 1946, das diese Branche verstaatlichte und zur Gründung von Electricité de France (EDF) führte. Seit damals beherrscht EDF nahezu unangefochten den Markt. Trotz des EUGesetzes zur Öffnung der Märkte kontrolliert EDF noch immer ungefähr 80 Prozent der Erzeugungskapazität in Frankreich und produziert Stromüberschuss, der in die Nachbarländer exportiert wird. Da der größte Teil des französischen Stroms in Atomkraftwerken erzeugt wird (über 75 Prozent; der Rest verteilt sich auf Wasser- und Wärmekraftwerke), sind die Stromkosten für die Verbraucher im Vergleich zu den Nachbarländern extrem niedrig. Daher weist der Markt bis heute kaum ausländische Beteiligung auf, und der Wettbewerb ist äußerst gering. Und dennoch ist der französische Markt dereguliert und sehr komplex. Die Verbraucher müssen sich zwischen verschiedenen regulierten Tarifen, die von EDF angeboten werden, deregulierten Versorgungsverträgen mit EDF (oder alternativen Lieferanten) und unter bestimmten Umständen staatlich geförderten Versorgungsverträgen entscheiden.

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich der französische Markt langsam öffnet. Heute gibt es die Strombörse „Powernext“, die stetig wächst und ein gewisses Maß an Liquidität und Transparenz in den Markt bringt. Außerdem hat die Entkoppelung und Öffnung des Verteilungssystems Fortschritte gemacht. Die sieben Betreiber von Verteilungssystemen, die 98 Prozent des gesamten Marktes kontrollieren, wurden von ihren Muttergesellschaften in separate Tochterunternehmen ausgegliedert. Dies sind zwar nur kleine Schritte (im Vergleich zu anderen europäischen Ländern), die jedoch von der französischen Regulierungsbehörde CRE (Commission de régulation de l'energie) streng überwacht werden. Da sich der Markt weiterentwickelt und verändert, entstehen neue Möglichkeiten für Unternehmen und Verbraucher. Unsere französischen Mitarbeiter beobachten den Energiemarkt und die Entwicklungen sehr genau, um sicherzustellen, dass unsere Kunden optimal von allen sich bietenden Möglichkeiten profitieren.

Neben einer umfassenden Energieberatung, die Energiebeschaffung, Rechnungsprüfung & Rechnungsbearbeitung, Analysen, Online-Datenverwaltung, Research und Beratung beinhaltet, unterstützt das Büro in Frankreich unsere Kunden noch mit einer Reihe weiterer spezialisierter Dienstleistungen. So führen unsere französischen Mitarbeiter (unter denen sich Anwälte, Steuerexperten und technische Spezialisten befinden) insbesondere Prüfungen und Analysen von Sozialabgaben und Steuern sowie Recherchen durch und helfen beim Ausfüllen von Anträgen, um EUUnterstützungen und Steuerermäßigungen für Forschungstätigkeiten zu erlangen.